Kirsch-Streuselkuchen | Mamis Rezepte

Kirsch-Streuselkuchen

Bevor ich diesen Post über himmlischen Kirsch-Streuselkuchen wirklich anfange, möchte ich nur eins klarstellen: Ja, nach dem Backen gehe heute Abend noch zum Sport. Da das nun geklärt ist, kann’s ja losgehen mit einem kalorienvollen Beitrag.

Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich eine leicht ausgeprägte Backobsession habe. Zugegeben, vielleicht ist ‚leicht‘ hier nicht hundertprozentig das richtige Adjektiv. Auch wenn es natürlich von Vorteil ist, das Resultat probieren zu können (aus rein experimentellen Zwecken versteht sich), backe ich oft auch Kuchen, Cupcakes & Co, von denen ich weiß, dass ich sie am Ende nicht probieren werde, weil ich schon die Hälfte der Zutaten nicht gut leiden kann. Naja, nur gut für den nicht vorhandenen Sommerbody (und mal ehrlich, wer braucht sowas schon, duh).

Dieses Rezept für eine wunderbare Mischung aus Quarkölteig, Kirschen und Streusel jedoch gehört nicht zu jener gerade beschriebenen Sorte von Backen. Sondern zu der „wie viele Stücken kann ich essen, ohne es nachher zu bereuen, weil ich mich durch die Gegend kugeln muss“-Sorte (die beste meiner Meinung nach). Seit ich denken kann, backen meine Mama und auch meine Oma diesen Kuchen, was ein gutes Zeichen für die Qualitätseinschätzung sein sollte. Denn: können Mamas und Omas „schlechten Kuchen“ backen (falls so etwas überhaupt existiert)? Nein. Einfach nein, schön, dass wir das geklärt haben.

Eine Hälfte des Kuchens werde ich mit Kirschen, die andere mit Äpfeln belegen, aber fühlt euch dadurch nicht in der Auswahl der Früchte eingeschränkt! Ich habe nur für mich diese beiden Varianten als die Besten in Erinnerung.

Jetzt ohne weiter um den leckeren Kuchen herumzureden – Lasst uns backen!

Was ihr für eine ca. 24×24 Form braucht

Quarkölteig:

  • 75g Quark
  • 3 EL Milch
  • 3 EL Öl
  • 38g Zucker
  • 150g Mehl
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 1/2 Pck. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz

Streusel:

  • 250g Zucker
  • 375g Mehl
  • 250g Butter
  • einen Schuss Rum

Belag:

  • Kirschen (für eine komplette Form ca. ein großes Glas Schattenmorellen)
  • Äpfel (hier wären es dann ca. 4-5 Äpfel)

 

Fotos zur Zubereitung

 

Für den Quarkölteig vermischt ihr Quark, Milch, Öl, Zucker, Vanillezucker und Salz. Danach Mehl und Backpulver einrühren, bis alles verknetet ist. Den Teig in einer eingefetteten Backform ausrollen (was sich bei relativ wenig Teig manchmal ein bisschen schwierig gestaltet) und mit einer Gabel ein paar mal einpieksen.

Die abgetropften Kirschen und/oder Äpfel auf dem Boden verteilen, sodass alles bedeckt ist.

Der Streusel ist die wahrscheinlich einfachste Sache der Welt: alles in eine Schüssel und verrühren. Jetzt nur aufpassen, dass der Hauptanteil des Streusels in größeren Krümeln auf dem Obst landet, anstatt dass er im Mund verschwindet. Die Verführung ist nämlich groß, weil er zu lecker schmeckt.

Wenn alles fertig ist, einfach die Arbeit für ca. 20 Minuten bei 175°C an den Ofen abgeben und das kleine Chaos, das in der Küche veranstaltet wurde, beseitigen.

Chaos in der Küche ist ein gutes Stichwort: Ich bin immer sehr beeindruckt, wenn Leute keins veranstalten. Aber auch irgendwie misstrauisch (WIE?). Ich für meinen Teil, bin eher der Spül-Typ als der Abtrockner, wenn es um Geschirr geht. Mir macht es also eher weniger aus, wenn nachher Berge abgewaschen werden müssen. Was nicht heißt, dass ich es gerne mache! Bei diesem Rezept kommt man aber ganz gut drumherum, weil nicht allzu viele Schüsseln, Töpfe und Löffel in Gebrauch sind. Es sei denn, zu viele Leute möchten naschen…

So, wenn der Kuchen nun aus dem Ofen geholt ist, einfach ein oder zwei Esslöffel normalen Zucker oben drauf verteilen. Dieser Schritt kann theoretisch auch weggelassen werden, aber mal ehrlich: Was schaden die paar Krümelchen denn jetzt noch?

 

Was mir jetzt noch zu sagen bleibt ist: Guten Appetit ihr Lieben! Ich hoffe, dass alles gelungen ist und ich ein bisschen Backspaß vermitteln konnte 🙂 Welche Kuchen machen eure Verwandten zu Geburtstagen, Weihnachten und Co., auf die ihr nie im Leben verzichten wollen würdet?

x Line

 

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